Ich bin Unternehmerin!

 

Es fühlt sich sehr gut an, diesen Satz öffentlich zu sagen. Mittlerweile kann ich das ohne zitternde Stimme und aus voller Überzeugung. Und noch besser ist es, wie eine Unternehmerin zu handeln. Oder anders gesagt: etwas zu unternehmen!

 

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Unternehmern und Selbständigen?

 

Vom Unternehmercoach Stefan Merath habe ich folgendes gelernt:

„Ein Selbständiger oder Freiberufler ist eine Fachkraft, die zum Teil die Aufgaben eines Managers und eines Unternehmers übernimmt – und auch die Aufgaben anderer Fachkräfte, etwa Buchhaltung und Vertrieb. (…) Weil der Freiberufler seine ureigene Fachtätigkeit liebt und sie nicht aufgeben würde.“

 

Wer sich selbständig macht, will also häufig das tun, was er/sie am liebsten tut und gut kann. Manche machen so ihr Hobby zum Beruf. Sie üben diese Tätigkeit täglich aus – und zwar gerne. Wenn sie im Urlaub  oder krank sind, kommt das Ganze quasi zum Stillstand, weil alles auf sie ausgerichtet ist.

 

Merath weiter:

„Ein Unternehmer hingegen übernimmt ausschließlich die Aufgaben des Unternehmers. Dazu muss er anders denken, anders fühlen und anders handeln als ein Selbständiger.“

 

Konkret: Die Aufgaben des Unternehmers spielen sich nicht im Unternehmen ab, sondern am Unternehmen. Zu den Aufgaben einer Unternehmerin / eines Unternehmers gehört es zum Beispiel, die Vision und die Werte festzulegen, strategisch zu arbeiten, die passenden Menschen anzuziehen, die Umsetzung der Strategie zu sichern und: sich selbst und seine Persönlichkeit zu entwickeln.

 

Ultimativ ist ein Unternehmer dafür verantwortlich, das Unternehmen im bestmöglichen Zustand an einen Nachfolger zu übergeben.

 

Wie kam es so weit?

 

Mich treibt an, dass Menschen bei der Arbeit ihre Lebenszeit sinnvoll und erfüllend verbringen. Und dort das tun können, was ihre wahren Aufgaben sind. Sie sollen also sie selbst sein, ohne sich verstellen zu müssen.

 

Damit das gelingt, brauchen wir Unternehmen, die Lieblingsplätze für alle sind. Und das wiederum ist die Mission, an der wir im Klub der Kommplizen arbeiten.

 

Was liegt also näher, als selbst ein Unternehmen zu sein, das ein Lieblingsplatz ist?

 

Das Wort „Machen“ nutze ich ziemlich oft – und meine es auch so. Statt nur zu reden, zu philosophieren, andere davon überzeugen zu wollen (oder sie dazu zu bringen), etwas zu machen – bin ich dafür, etwas zu tun. Ganz konkret und mit allen Risiken. Denn: wie kann man von anderen etwas verlangen, was man selbst nicht tut? Am glaubwürdigsten ist man doch, wenn man von etwas redet, das man selbst schon getan hat.

 

Also mache ich es jetzt selbst, und je mehr ich diese Aufgabe annehme und die Rolle der Unternehmerin ausfülle, desto klarer wird, dass das genau das ist, was ich tun soll. Ich bin Unternehmerin!

 

Wie ist es also, eine Unternehmerin zu sein?

 

Anfangs hat mir die Aufgabe Angst gemacht. Das ist jetzt vorbei. Ich spüre, dass genau das die Aufgabe ist, vor der ich mich jahrelang gedrückt habe. Weil ich nämlich dachte, ich könnte das nicht. Schließlich habe ich mich gegen Abitur, gegen ein BWL-Studium und gegen die meisten klassischen Managementpositionen, die man mir anbot, entschieden. Und habe einen recht bunten Lebenslauf, der Personaler und Algorithmen ziemlich überfordert. In Deutschland ist all das fast unsäglich.

 

Aber weißt du, warum das alles jetzt einen Sinn ergibt?

 

Erstens, weil Manager nicht unbedingt die besseren Unternehmer sind, wie Untersuchungen zeigen. Das kommt daher, dass man als Manager etwas managt, das einem nicht gehört. Jemand hat einen zum Manager ernannt, weil man sich zweitens an die üblichen Regeln gehalten hat. Man kann als Manager  jederzeit seinen Job verlieren und versucht das, die ganze Zeit, zu vermeiden – oft auch unbewusst. Also hat man nicht wirklich die Zeit oder die Muse, unternehmerisch tätig zu sein.

 

Für die Aufgabe „Unternehmerin“ sind meine Voraussetzungen allerdings ziemlich gut. Denn: Eine Unternehmerin  beschließt selbst, Unternehmerin zu sein.

 

Allerdings: Um Unternehmerin zu bleiben, muss man eine sehr große Leistung erbringen. Man ist zwar unkündbar, aber wenn man untergeht, geht man mitsamt seinem Unternehmen unter. Aber hey: dann hat man wenigstens was unternommen!

 

Und wie tickt das Unternehmen Klub der Kommplizen denn nun?

 

Das tickt unglaublich gut. Schau direkt hier und erfahre, was wir von Chefs halten und was uns zusammen hält. Und wenn du ganz genau hinschaust, entdeckst du auch, welche Art von Unternehmensform der Klub der Kommplizen in Zukunft haben soll.

 

Außerdem findest du Jobanzeigen, die du so bestimmt noch nirgends gesehen hast. Und vielleicht kennst du jemanden, der/die genau für eine der Aufgaben gemacht ist. Dann unternimm was – und bring uns zusammen!

Vielen Dank sagt

deine Kommplizin Gaby Feile

 

PS: Ich habe mir vorgenommen, ein positives Beispiel für Frauen zu sein, die Unternehmerinnen sind oder sein wollen. Weil es nämlich viel zu wenige von uns gibt.

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile ist eine Unternehmerin, die es ernst meint und etwas unternimmt. Weil sie aus eigener Erfahrung weiß, dass man am meisten lernt, wenn man etwas selbst tut – auch wenn das manchmal schmerzhaft ist.

Mehr über Gaby Feile

 

Über den Klub der Kommplizen:

So wie in der Nationalmannschaft, kommen im Klub der Kommplizen begabte Macherinnen & Macher aus verschiedenen Unternehmen zusammen. Ihre Mission: Unternehmen zu Lieblingsplätzen für alle zu machen.

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