Über den Sinn von New Work gibt es bisweilen anregende und ausufernde Diskussionen. Kenner der Szene betonen immer wieder, dass New Work – New Culture, das Frithjof Bergmann schon in den 1970ern erdachte und praktizierte, das wahre New Work ist. Bei der Neuen Arbeit geht es um nicht weniger als darum, die Lohnarbeit drastisch zu kürzen – auf rund ein Drittel der Arbeitszeit beziehungsweise Lebenszeit.

 

Die anderen beiden Drittel dienen der Selbstversorgung und – am wichtigsten – einer Tätigkeit, die man wirklich, wirklich tun will. Das ist ein Paradigmenwechsel. Und es ist für viele viel zu viel. Regelrecht unvorstellbar. So tief sind sie in dem Glauben, dass die Arbeit, wie wir sie kennen, unveränderlich ist. Dabei arbeiten wir Menschen erst rund 200 Jahre so – nämlich organisiert in Unternehmen.

 

Dr. Annegret Jennewein-Kobel, unsere Übermut-Kommplizin, nennt das Original „New Work im engeren Sinne“. In einem viel beachteten Beitrag im Europolitan, The ESB Reutlingen Alumni Quarterly (Ausgabe September 2019) fragt sie:

 

„Weißt du, was du wirklich, wirklich willst?“

 

Annegreat, wie sie gerne genannt wird, erzählt ihre eigene Geschichte, ganz persönlich und ehrlich. Vom Auf und Ab des Lebens und von der Karriere nach ihrem Abschluss an der ESB Reutlingen. Und davon, wie sie selbst diese große Frage für sich beantwortet hat.

 

Dabei waren es Begegnungen mit besonderen Menschen und mit bewegenden Büchern, die ihren Weg gekennzeichnet haben.

 

Der Sinn von New Work

 

Der weitere Sinn von New Work, den viele Menschen für sich entdecken, dreht sich ganz häufig darum, die eigenen Arbeitsbedingungen zu verbessern. Weniger arbeiten, in schicken Büros mit bequemen Möbeln oder gar von zu Hause oder vom Café aus – so stellen sich viele New Work heute vor. Dagegen spricht nichts, außer dass sich damit das System nicht wirklich entwickelt. Eine Evolution findet folglich nicht statt. Denn: die Lohnarbeit wird immer noch gebraucht, um den „Rest des Lebens“ gestalten (und finanzieren) zu können. Bergmann nennt das: „Lohnarbeit im Minirock“.

 

Vergessen wird dabei oft, dass nicht alle Menschen einen Büroarbeitsplatz haben. Sie brauchen mehr als „nur“ eine schnelle Internetverbindung, um ihre Tätigkeit zu erfüllen. Sie arbeiten häufig ganz eng mit und für andere Menschen. Und die Begegnung mit ihnen ist das, was ihrer Aufgabe Sinn gibt. Im engen wie im weiten Sinn.

 

Den 4-seitigen Beitrag von Annegret im Europolitan, The ESB Reutlingen Alumni Quarterly (Ausgabe September 2019) kannst du hier lesen und er-leben. Klicke dazu auf diese Grafik, es öffnet sich ein PDF-Dokument:

 

Der Sinn von New Work

 

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