Tue dir etwas Gutes und führe Selbstgespräche

 

Prinzipiell gibt es zwei Varianten der Selbstgespräche. Wir können Selbstgespräche bewusst und aufmerksam führen oder ganz nebenbei, also unbewusst.

 

Die bewusst geführten Selbstgespräche beziehen sich meist auf eine direkte Erledigung oder eine zu diesem Zeitpunkt ausgeführte Tätigkeit. Die unbewusst geführten Gespräche, in denen du gedankenversunken vor dich hin brabbelst, zeichnen oft ein Bild einer Situation nach, die du auf diese Art und Weise verarbeitest.

 

Bewusste Selbstgespräche

 

Die „bewussten“ Selbstgespräche finden im Alltag statt – zwar auch nebenbei, allerdings dreht es sich hier vorwiegend um Dinge, die zu erledigen sind. Dinge, die du dir merken musst. Oder Abläufe, die regelmäßig passieren.

 

Das laute Nachdenken, ob du auch wirklich alles für deinen Tag in deine Tasche gesteckt hast, kann z. B. so ein wiederkehrendes, laut gedachtes Gespräch sein.

 

Du holst dich damit aktiv, wenn auch nicht beabsichtigt, in die Konzentration – in die Anwesenheit. Das bewusste, laute Mitsprechen wird bei der Ergotherapie verwendet. Die Methode hilft den Kindern, sich zu konzentrieren und die Schritte zu gehen, die sie gehen müssen, um eine Aufgabe erfolgreich zu beenden. Es trainiert die Fähigkeit, fokussiert bei einer Aufgabe zu bleiben und den Ablenkungen im Außen zu widerstehen.

 

Laute Gedanken respektive ein bewusstes Selbstgespräch hilft dir also im Alltag und fokussiert dich auf das Hier und Jetzt.

 

Aber Achtung! Rede gut mit dir. Sprich nur so mit dir, wie du auch mit einem Freund oder einer Freundin sprechen würdest. Ein Satz wie „Du Depp, du hast die Schlüssel vergessen!“ würde dir sicher nicht über die Lippen kommen.

 

Unbewusste Selbstgespräche

 

Vermutlich hast du dich auch schon dabei ertappt, wie du ganz unbewusst mit dir selbst gesprochen hast – gedankenversunken beim Abwaschen oder beim Wäsche falten. Hast du gewusst, dass diese Selbstgespräche enorm wichtig für unsere Gesundheit sind?

 

Sieh dir einmal den Film Cast Away an. Tom Hanks spielt Chuck Noland, einen FedEx- Mitarbeiter, der durch einen Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel strandet. Er lernt zu überleben und schafft es nach vier Jahren, mit einem selbst gebauten Floß so weit über das offene Meer zu paddeln, dass er von einem Schiff gefunden wird und wieder zurück in die Zivilisation finden kann.

 

In all diesen Jahren hat er einen Freund gebraucht – eine Stimme, mit der er sich austauschen und jemanden, dem er sich anvertrauen konnte. Die Insel war menschenleer. Durch Gespräche mit einem Ball, den er später Wilson taufte, half er sich selbst gedanklich am Leben zu bleiben. Die Gespräche mit sich selbst (auch, wenn ein Ball eine fiktive Person verkörperte) halfen ihm, nicht den Verstand zu verlieren.

 

In deinen Selbstgesprächen sprichst du dich unbewusst oft in der Du-Form an. So verarbeitest du deine Emotionen; du lebst sie in gewisser Hinsicht aus und entfaltest dich. Vieles sagst du dir nur, wenn du mit dir selbst sprichst. Du traust dich vielleicht nicht, das in der Öffentlichkeit preiszugeben. Ist es zu heikel? Denkst du, andere lachen dich dafür aus? Hast du Angst, bei einem Gedanken erwischt zu werden, der dich selbst erschrecken könnte?

 

Ein Gespräch mit dir selbst, das völlig nebenbei und ohne Agenda passiert, ist oftmals auch nicht besonders respektvoll. Du ärgerst dich vielleicht über dich selbst und beschimpfst dich wild mit „ich Trottel“, „das musste mir ja passieren“.

 

Selbstgespräche sind schonungslos ehrlich und zeigen dir deine Wahrheit über dich (die du auch oft lebst oder die zumindest deine Entscheidungen hier und da unbewusst beeinflusst). Sagst du dir selbst also „ich bin so dumm“ oder „das kann ich ehe nicht“, dann ist das eine wichtige Richtung, in die du deine Arbeit an dir selbst lenken kannst.

 

Unbewusst geführte Selbstgespräche helfen, deine Glaubenssätze zu erkennen.

 

Denn tief sitzende Glaubenssätze und Blockaden kommen nicht bewusst in dir hoch. Sie wollen oft nicht gesehen werden und agieren geschickt im Hintergrund. Bei einem unbewussten Selbstgespräch zeigen sie sich dann aber doch, weil sie das Gefühl haben, nicht richtig oder offiziell gehört zu werden.

 

Dein Unterbewusstsein wird mit deinen Gedanken (ob laut oder leise) allerdings ständig geflutet. Ein unbewusstes Gespräch wird oftmals später wahrgenommen, wenn du mit deiner Aufmerksamkeit zurück bist. Meistens gehen wir dann weiter unseres Weges und denken nicht mehr darüber nach. Jetzt ist allerdings ein guter Moment, um bewusst zu reflektieren.

 

  • Was hast du zu dir gesagt?
  • Warst du gut zu dir?
  • Hast du dir ein Kompliment ausgesprochen oder hast du verbal die Fliegenklatsche geschwungen?

 

Schreibe deine Erkenntnisse auf und mache dir in den folgenden Tagen ganz bewusst, wie und was du zu dir selbst sagst. Denn – wiederholst du etwas regelmäßig, glaubst du es irgendwann.

 

Warum nicht also von Bildern erzählen, die dir Freude bereiten und dich zum Strahlen bringen?

 

Erkenne dich selbst, wie du bist.

Mit der kleinen Brücke: 7 Schritte zu mehr Selbsterkenntnis kannst du 1 Woche lang mit kleinen Übungen die Verbindung zu dir selbst und deinem inneren Kern festigen oder aktivieren.

Du wirst dich behutsam so kennenlernen, wie du wirklich bist.

Am Ende triffst du viel bessere Entscheidungen, weil du auf deine innere Stimme hörst.

Über den Klub der Kommplizen:

Wir schwingen auf der #Schmetterlingsfrequenz.

Wer vollkommen bei sich selbst ankommen will, nimmt sich Schmetterlinge als Vorbild: Sie ent-falten sich und zeigen der Welt ihre Farben beim Fliegen.

Als Anlauf und Startbahn sind Brücken ideal. Denn sie verbinden dich mit der #Schmetterlingsfrequenz. Und dort gibt es keinen hinderlichen Ballast mehr. Alles ist leicht, und du bist vollkommen du selbst.

Komm mit und fliiieege!

Über Nadja Rondke:

Nadja hat ihre Leidenschaft in der Persönlichkeitsentwicklung gefunden. Mit Hilfe von 1:1 Coaching, Workshops und schriftlicher Begleitung kann sie dir helfen, wieder in deine Verbindung zu kommen.

Mehr zu Nadja auf ihrem Blog oder bei LinkedIn.

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