Brüder im Geiste?

 

Die drei erwähnten Herren könnten, auf den ersten Blick, nicht unterschiedlicher sein. Und doch verbindet sie etwas. Alle drei haben Ende 2016 eine Auszeichnung bekommen. Der Papst und Florian Silbereisen einen Bambi, Jürgen Klinsmann wurde zum Ehrenspielführer der Fußballnationalmannschaft ernannt.

 

Aber abgesehen davon, dass sie alle eine Laudatio von bemerkenswerten Persönlichkeiten erhalten haben (Kanzlerin Angela Merkel sprach für Klinsmann, der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler für Franziskus, und gut ja, Mareile Höppner für Silbereisen), gibt es eine weitere Verbindung: sie alle sind beliebt und erfolgreich, obwohl sie anecken und anders sind!

 

Aufräumen beim DFB

 

Jürgen Klinsmann hat damals, als er Bundestrainer wurde, alles auf den Kopf gestellt, was es beim DFB auf den Kopf zu stellen gab. Er hat sogar Sepp Maier als Torwarttrainer „gefeuert“. Seine Methoden für Training und Spiel waren modern, auffallend und ultimativ auch erfolgreich. Klar, den Titel hat er damals 2006 nicht geholt bei der WM in Deutschland, aber das Sommermärchen wird für immer mit ihm in Verbindung gebracht. Das findet auch die Kanzlerin und dankte ihm dafür!

 

Er hat damit (und mit seinem Rücktritt) den Weg für Jogi Löw und dessen Erfolg, der im WM-Titel 2014 gipfelte, frei gemacht. Klinsmann war es, der sich getraut hat, anders zu arbeiten als andere Trainer. Er war mutig und dickköpfig und musste bestimmt viele Gefechte kämpfen im DFB. Und ganz aktuell die Beurlaubung als US-Coach akzeptieren.

 

Schlagerfan sein und dazu stehen

 

Florian Silbereisen bekam seinen ersten Plattenvertrag mit 10 Jahren und war mit 22 Jahren der jüngste Moderator einer Samstagabend-Show im deutschen Fernsehen. Seither bleibt er skandalfrei und ist regelmäßig Quotenkönig. Er steht offen zu seiner Liebe zum Schlager, singt ihn selbst und macht junge Stars bekannt. Und hat die schönste und erfolgreichste Schlagersängerin Deutschlands, Helene Fischer, seit vielen Jahren zur Freundin.* Alles richtig gemacht, könnte man sagen!

*Das änderte sich 2018

Mit seinen spektakulären Stunts, immer wieder neuen Ideen und Rekordzuschauerzahlen bei seinen Tourneen, straft er alle Kritiker Lügen. Er zieht seine Ideen durch, bleibt dabei immer höflich und wertschätzend und steht zu seinem Musikgeschmack.

 

Der Papst, der seinen Job ernst nimmt

 

Papst Franziskus sprengte schon am Tag seiner Wahl alle Normen, als er die Menge auf dem Petersplatz ganz locker mit Buona Sera begrüßte. Das zieht sich seither durch: er checkt im Hotel selbst ein, nutzt einen kleinen Fiat als Papamobil und kommt den Menschen noch näher, als alle seine Vorgänger. So wusch und küsste er am Gründonnerstag Flüchtlingen (auch Muslimen) die Füße. Weil darunter Frauen waren, erzürnte er konservative Glaubensbrüder.

 

Papst Franziskus macht seinem Namen alle Ehre. Er lebt bescheiden und lehnt jeglichen Prunk ab. Auch traut er sich, Themen anzuschneiden, die in der katholischen Kirche verpönt sind. So fordert er die Kirche auf,  von ihr benachteiligte Menschen um Vergebung zu bitten. Dazu zählt er Homosexuelle, Frauen und Arme.

 

Solche Kommplizen wünscht man sich

 

Solche Menschen wie Papst Franziskus, Florian Silbereisen und Jürgen Klinsmann sind für mich echte Vorbilder. Sie ziehen ihr Ding durch, gehen Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg und ecken an. Dadurch öffnen sie die Tür für andere Menschen, die diesen Mut zunächst nicht haben. Sie verändern die Welt zum Besseren, und davon haben viele andere etwas. Sie sind wertschätzend anderen gegenüber, verstellen sich nicht – und erhalten sogar Preise dafür.

 

Man muss sie nicht mögen, aber Respekt haben sie verdient!

 

Sei unsere Kommplizin / unser Kommplize!

 

Ich umgebe mich unglaublich gerne mit Menschen, die sich trauen, alte Regeln zu durchbrechen. Die Ideen haben, wie man besser zusammen arbeiten kann. Die finden, dass es nicht darum geht, möglichst früh in Rente zu gehen, um dann zu leben. Sondern die sagen, dass die Zeit bis zur Rente schön und aufregend sein soll!

 

Wir alle treffen uns im Klub der Kommplizen und tun genau das: Unternehmen zu Lieblingsplätzen für alle zu machen.

 

Bist du so „unkompatibel“ wie wir?

 

-fragt deine Kommplizin Gaby Feile

 

Über den Klub der Kommplizen:

Wenn Kommplizen zusammen kommen, passiert etwas Magisches: Ihre Talente verschmelzen und das, was sie erschaffen, ist beispiellos. Weil sie sich trauen, Dinge zu tun, die anderen unvorstellbar erscheinen.

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