Mission: Wie wird ein Unternehmen zum Traumarbeitgeber – in 4 Wochen?

 

 

Im September 2016 rief ich zu meiner allerersten Blogparade auf. Ich war selbst ganz elektrisiert von der Aufgabe, die ich gestellt hatte: Vertrete für 4 Wochen die Geschäftsführerin eines erfolgreichen Mittelständlers und stelle die Weichen, aus dem Unternehmen einen #Traumarbeitgeber zu machen:

 

Mission Traumarbeitgeber:

Mache aus dem Unternehmen einen Arbeitgeber, der seinesgleichen sucht. Einen echten Traumarbeitgeber also!

Deine Aufgabe:

Fokussiere dich auf die aus deiner Sicht wirksamsten Punkte, um das Ziel zu erreichen, und leite erste Maßnahmen ein.

Die Garantie:

Egal, was du vorschlägst, die Umsetzung ist garantiert. Es gibt kein Richtig oder Falsch.

Die Voraussetzung:

Du bleibst nach der Vertretungsphase im Unternehmen und setzt deine Mission um.

 

Meine Vorstellung: Ich kann mich nicht retten vor Beiträgen

 

Irgendwie scheint mich dieses Mal mein Urteilsvermögen getäuscht zu haben. Denn: die Beiträge zur Mission Traumarbeitgeber tröpfelten nur langsam ein. Manch einer sagte ab mit der üblichen Ausrede: „Ich habe keine Zeit.“. Andere reagierten gar nicht auf meine persönliche Einladung. Und es gab welche, die zusagten, und dann doch nicht dabei waren.

Dabei treiben sich doch so viele Leute rum, die eine „New Work“, eine „Arbeit 4.0“ oder „Agiles Arbeiten“ propagieren und wollen!

 

Woran es wirklich lag?

 

Vielleicht war die Aufgabe für viele zu abstrakt, zu unverständlich oder zu groß?

Oder sie war zu praxisnah, weil es darum ging, etwas Reales aufzuzeigen, Verantwortung zu übernehmen und sich angreifbar zu machen?

Oder sie war zu positiv gestaltet?

Hätten sich mehr Leute beteiligt, wenn die Aufgabe gelautet hätte:

Finde in 4 Wochen alles heraus, was so richtig scheiße läuft im Unternehmen und feuere dann die Geschäftsführerin?

 

Egal – ich bleibe positiv und fasse die Mission Traumarbeitgeber zusammen:

 

Die Beiträge, die bisher eingegangen sind, waren alle auf den Punkt!

 

Silke Glüsenkamp von Plusculum hat mit ihrer Steilvorlage „Der Montagsruck“ die Latte sehr hoch gelegt.

 

Hier ein Auszug:

Ich stelle mir vor, dass sich ein Montagsruck auf der Erde etabliert. Immer montags, wenn die neue Arbeitswoche startet, springen alle begeistert aus dem Bett und sind voller Vorfreude auf eine inspirierende Arbeitswoche. Schluss mit dem Montagsjammer, dass das Wochenende zu kurz war und man schon wieder sehnsüchtig auf den Freitag warte. Montag ist der neue Freutag.

 

Ihre Schritte dorthin:

Strenge Einstellungskriterien

Schluss mit Schubladendenken

Jammerfreie Zone

Zeit für Luftschlösser

Scheitern erlaubt

Lachen empfohlen

 

Träume (lies) hier weiter, lerne, wie man mit Fehlern umgeht (und dem F-Wort) und stell dich darauf ein, lachen zu dürfen.

 

 

Cathrin Eggers von Sternebewerbung legt nach dem ersten Kaffee als Geschäftsführerin sofort los und setzt sich steile Ziele:

Ich entscheide mich dafür, dass

die Zahl der relevanten Bewerbungen für alle ausgeschriebenen Stellen um mindestens 15% steigen wird. Interne Bewerbungen werden dabei auch berücksichtigt. Weiterhin wird die Anzahl an Ideen, Feedback und Verbesserungsvorschlägen aus der Mitarbeiterschaft um 100% gestiegen sein.

 

In einem offenen Brief an alle Mitarbeiter holt sie diese mit ins Boot und bittet sie um ihre Ideen und darum, in ihrem Umfeld nach neuen Mitarbeitern Ausschau zu halten, die zum Unternehmen passen. Und siehe da: es klappt! Die erste Idee, die konkret umgesetzt wird ist von Silke Glüsenkamp im Recruiting.

 

Hier kannst du erfahren, welche Idee das ist, was der nette Mitarbeiter aus der Poststelle jetzt im Unternehmen macht und was eine Familienfeier mit dem Erfolg zu tun hat.

 

Edith Roebers, die Service-Expertin, war zwar erst sprachlos angesichts dieser Traumaufgabe, dann aber gleich dabei. Auf zum Serviceparadies ist ihre Losung, um aus einem Hotelunternehmen mit vier Hotels einen Traumarbeitgeber zu machen.

http://www.service-experts.info/herzlich-willkommen/wer-wir-sind/Ihr Geistesblitz: „Begeisterte Gäste setzen begeisterte Mitarbeiter voraus.“

Und genau mit diesen begeisterten Mitarbeitern, von denen es ja immer ein paar gibt, legt sie los. Gemeinsam entsteht eine Vision, wie ein Serviceparadies aussieht. Und der Kreis wird immer größer. Denn im nächsten Schritt werden weitere Mitarbeiter eingeladen, mitzumachen! Das gelingt ziemlich leicht, weil die Begeisterung überspringt.

 

Wenn du hier weiterliest, spürst du selbst etwas von dieser Begeisterung. Und du erlebst mit, wie ein Fundament entsteht, das die Geschäftsführerin sichtbar berührt.

 

Low Performer arbeitet in einem deutschen Konzern, dessen Namen er, aus Gründen, nicht nennen will. Auf Twitter teilt er anonym als @low_performer echte Begebenheiten aus seinem Arbeitsleben. Er hat einen Gastbeitrag beigesteuert, in dem er sehr konkret wird.

Zum Beispiel:

Man muss sich im oft und laut beschworenen Wettbewerb um die besten Köpfe schon entscheiden. Will man Querdenker, Charakterköpfe, patente Persönlichkeiten, die durch ihre Talente, Fähigkeiten und ihre Kreativität gestalten. Oder Personal, das so gut wie nur möglich in die bestehenden Strukturen hineinpasst – wie ein fehlendes Puzzlestück?

Und:

Ignorieren wir die disziplinarische Führung von Menschen. Denn dies hat immer etwas mit disziplinieren, also beschränken zu tun. Und es dient nur der Statuserzeugung,

Finde hier heraus, was Low Performer von Vorstellungsgesprächen und hierarchischem Aufstieg hält und was für ihn die Kernfrage ist, die man Mitarbeitern stellen sollte. Da geht’s zur Sache, versprochen!


Mein eigener Beitrag in Kommplizin-Manier, mit dem ich vorlegen musste, ist natürlich so, wie ich mir einen Traumarbeitgeber für mich selber vorstelle. Nämlich ein Unternehmen, in dem Menschen mit ihren Stärken, Talenten und Bedürfnissen ein passendes Arbeitsumfeld finden.

Nur wie schafft man das?

Dazu ist es unumgänglich, zu wissen, welche Talente Mitarbeiter haben. Eins ist klar: jeder hat eins oder zwei oder drei. Und wer diese bei der Arbeit einsetzen darf, wird aufblühen. Nicht nur das: er/sie wird über sich hinauswachsen, wird Kunden begeistern und das Unternehmen ganz ohne Anstrengung voranbringen. Genau das wollen wir doch, oder nicht?

 

Kriegt man das in vier Wochen hin? Alleine natürlich nicht. Wie ich es als Kommplizin mache, kannst du hier – mit Gänsehautgarantie – erleben.

 

 

Der rote Faden: die Menschen

 

Eines wird klar bei allen temporären GeschäftsführerInnen: einen Traumarbeitgeber kann man nicht ohne die Mitarbeiter schaffen! Ist das nicht eine wunderbare Erkenntnis? Und das Gute daran: man hat schon alles „im Haus“.

 

Wenn jetzt keine Ausreden mehr übrigbleiben ist das Absicht ;-),

 

gibt deine Kommplizin Gaby Feile freimütig zu.

 

PS: Allen, die teilgenommen haben, gilt mein ganz großes Dankeschön.

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile findet, dass Unternehmen genauso individuell sein sollten wie Menschen. Und hält deshalb viel mehr von bunten Ansätzen als von grauen Schablonen.

Mehr über Gaby Feile

 

 

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