Streiche 3 Dinge, die du bei der Arbeit überhaupt nicht brauchst!

 

 

 

Wir sind alle ziemlich gut darin, mehr rauszuholen: mehr Spaß, mehr Datenvolumen, mehr Vergünstigungen. Obwohl unser Schrank voll ist, kaufen wir neue Klamotten. Und obwohl wir sie nie anschauen, machen wir unglaublich viele digitale Fotos. Mehr „Freunde“ auf Facebook, mehr Likes, mehr Kontakte, mehr Termine – das könnte man endlos weiterspinnen.

 

Dasselbe passiert in Unternehmen. Um sie „besser“ zu machen, lässt man sich immer noch mehr einfallen: mehr Formulare, mehr Meetings, mehr „Benefits“, mehr Abteilungen, mehr Aufgaben, mehr Inhalte auf der Website, mehr Projekte, mehr Programme, mehr Produkte, mehr „Features“, mehr Tarife etc. pp

 

Wie wär’s mal mit weglassen?

 

Genauso wie man seinen Kleiderschrank hin und wieder ausmisten sollte, sollte man auch bei der Arbeit hin und wieder „Tabula rasa“ machen. Das Ergebnis: mehr Platz, mehr Freiraum und weniger Stress.

 

Warum fragen sich Menschen in Unternehmen nicht häufiger, ob man all das (noch) braucht? Abläufe werden meist „blind“ akzeptiert. Vielleicht maulen manche, aber sie ändern nichts. Denn Routine kann sehr bequem sein.

 

Loslassen und ein Original werden!

 

Das Wirtschaftsmagazin brand eins widmet sich im August 2017 dem Schwerpunkt „Loslassen“. Wolf Lotter analysiert in seinem Leitartikel, warum Menschen sich so schwer tun mit loslassen – und was das für Folgen hat. Nach einem Rundblick kommt er zur Digitalisierung und stellt fest, dass diese, genau wie jede Form der Automatisierung, ein klares Ziel hat: monotone und schwere Arbeit, die routinemäßig erledigt wird, durch Maschinen, Systeme und Prozesse zu ersetzen.

 

Das ist eine gute Nachricht! Denn dann können wir Menschen mehr weglassen im Job und uns aufs Wesentliche konzentrieren: aufs Denken, darauf, kreative Lösungen zu erarbeiten und auf unser individuelles Können. Denn all das können Maschinen und Algorithmen nicht! Ein Satz fällt dazu ins Auge:

 

„Die Angstdebatte um die digitale Automatisierung erschüttert nur die Routinierten, nicht die Talentierten.“

 

Wer loslassen kann, ist also im Vorteil. Denn er/sie schafft sich Freiraum für wichtigere Dinge. Und bleibt ein Original!

 

mehr weglassen im Job

Worauf könntest du sofort verzichten?

 

Stell dir vor, du triffst eine gute Fee, die dir erlaubt, 3 Dinge an deinem Arbeitsplatz sofort verschwinden zu lassen – ohne schlechtes Karma! Welche 3 Dinge wären das?

 

Denke kurz darüber nach – und wenn du willst, schreibe deine drei Dinge unten in die Kommentare.

 

Und dann versuche doch mal, etwas nicht mehr zu tun!

 

Sag eine Besprechung ab, fülle ein Formular nicht aus, mach keine Kopie von etwas, nimm ein Angebot nicht in Anspruch, verzichte auf das Bio-Obst oder den überbewerteten Cappuccino, lehne es ab, einen zweiten Bildschirm auf den Tisch zu bekommen, mach bei einem Projekt nicht mit, antworte nicht auf eine Rundmail, schalte Skype morgens nicht an, geh nicht in die Kantine, lies deine E-Mails frühestens um 11 Uhr, lass das CC-Feld frei, schreibe kein Protokoll, verzichte auf ein Zeugnis,…

 

Achtung: es kann sein, dass niemandem auffällt, was du (nicht mehr) tust. Umso besser!

 

– findet deine Kommplizin Gaby Feile

 

PS: Was ich persönlich überhaupt nicht brauche am Arbeitsplatz:

  1. Meetings, in denen nur geredet und nicht entschieden wird
  2. Beurteilungsgespräche
  3. Die vielen verschiedenen Titel, die man Mitarbeitern gibt, und die kein Mensch versteht

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile kann (mittlerweile) gut loslassen. Alleine schon wegen des erleichternden Gefühls danach. Im Klub hat sie auch einiges losgelassen.

Mehr über Gaby Feile

 

 

Kommplizen-Box für dich 

 

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