Kinder – diese wundervollen Wesen, die das Leben der Eltern ganz schön auf den Kopf stellen können. Sie gelten heutzutage als Inbegriff für ein erfülltes Leben. Wer keine Kinder hat, kann nicht glücklich sein, so der Tenor.

Trifft das wirklich zu?

  

Das Beste fürs Kind

 

Wenn Babys auf die Welt kommen, sind sie völlig hilflos. Sie sind darauf angewiesen, dass sie jemand füttert, ihnen die Windeln wechselt und sie ohne Worte versteht. Ein Kind aufzuziehen ist eine langjährige Aufgabe, die nicht automatisch mit der Volljährigkeit endet. Es gibt keine anderen Lebewesen auf dem Planeten, bei denen der Nachwuchs so lange intensive Betreuung braucht, wie bei Menschen.

 

Kinder verändern das Leben von Eltern und anderen Bezugspersonen sehr intensiv. Es kostet Zeit und Arbeit, sich optimal um sie zu kümmern. Und weil wir täglich nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung haben, kommen andere Dinge und Bedürfnisse zwangsweise zu kurz. Zumindest am Anfang. Denn es geht darum, den kleinen Lebewesen die besten Bedingungen zu ermöglichen.

 

Wer sich also dafür entscheidet, Kinder zu haben, sollte sich bewusst sein, welche Konsequenzen das hat. Und zwar nicht nur finanziell. Nein, auch ganz persönlich und auf tiefer, seelischer Ebene.

 

Der schwierigste Mensch im Leben

 

Schauen wir uns so um, scheint es allerdings so zu sein, dass die Entscheidung für ein Kind in der Regel „unüberlegt“ getroffen wird. Klar, so „harte“ Faktoren wie finanzielle Sicherheit, Karrierestatus und Unterstützung bei der Kinderbetreuung werden in vielen Fällen berücksichtigt.

 

  • Doch wie ist es mit der „weichen“, emotionalen Seite der Entscheidung?

 

  • Wird diese genauso bewusst reflektiert?

 

  • Fragen sich Eltern in spe, ob sie persönlich wirklich dazu geeignet sind, jetzt einen großen Teil ihrer Aufmerksamkeit auf einen anderen Menschen zu richten?

 

  • Stellen sie sich die Frage, ob sie sich ausgiebig um den allerschwierigsten Menschen in ihrem Leben gekümmert haben, bevor sie sich fürsorglich ihrem Nachwuchs zuwenden?

 

  • Ist ihnen bewusst, dass diese schwierigste Person sie selbst sind?

 

  • Und wissen sie, dass Kinder zu haben zunächst und für lange Zeit bedeutet, zu geben, anstatt zu bekommen?

 

Mike, der Inhaber vom Café am Rande der Welt, dem magischen Ort in den Büchern von John Strelecky, findet dafür deutliche Worte. In Band 2 der Reihe „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“ erzählt er, dass er in seinem Café vielen Gästen begegnet, die ein Kind haben wollen, weil sie sich ein „ausgefülltes“ Leben wünschen.

 

„Das ist ein Mythos“, macht Mike klar. „Denn ein Kind zu haben, füllt zwar den Kinderteil aus. Aber dafür ist ein anderer Teil im Leben weniger ausgefüllt.“

 

Dass Menschen oft dann Eltern werden, wenn sie sich selbst noch nicht vollkommen gefunden haben, macht die Erziehung übrigens oft so schwierig. In meinem Buch (erscheint bald) gehe ich mithilfe des Autors Neale Donald Walsch („Gespräche mit Gott“) an einer Stelle auf diese Thematik ein.

 

Aber wenn Kinder doch deine Lebensaufgabe sind?

 

Es ist möglich, und vielleicht gar nicht so selten, dass Menschen ihren ZDE allein darin sehen, ihre Kinder großzuziehen. Das ist eine enorme Aufgabe, keine Frage. Vermutlich ist sie aber niemals der einzige Zweck, für den diese Menschen auf der Welt sind. Denn die meisten Kinder werden irgendwann flügge und lösen sich von ihren Eltern.

 

Wenn die Lebensaufgabe einzig auf die eigenen Kinder projiziert wird, kann das gegebenenfalls fatale Folgen haben, sobald die Kinder ihre Eltern nicht mehr brauchen. Oder die Abnabelung funktioniert nicht ohne Schmerz, weil die Eltern nicht loslassen können.

 

Kinder zu haben, mit allen Konsequenzen, kann bei Menschen zum Zweck der Existenz, also zur Berufung, gehören, wenigstens als Teil davon. Oder es gehört nicht dazu.

 

Beides ist in Ordnung, auch wenn unsere Gesellschaft das oft anders sieht. Besonders Frauen sehen sich oft mit unsensiblen Fragen konfrontiert, wenn sie (noch) keine Kinder haben.

 

Dass sich jemand um junge Menschen kümmert, kann tatsächlich sehr stark vom Purpose getrieben sein, also daraus, wofür jemand auf der Welt ist. Wenn dem so ist, findet sich diese Person oft und regelmäßig in Situationen wieder, in denen sie Kinder in ihrer Obhut hat.

 

Das kann als Elternteil sein, genauso aber auch als Lehrerin, Erzieher, Kinderärztin, Sozialarbeiter. Diese Person kann ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder als Tagesmutter oder Pflegevater tätig sein.

 

Es ist oft so, dass diese Menschen in ihrer Aufgabe vollkommen aufgehen und sie ganz natürlich erfüllen.

 

Es kann auch sein, dass diese Menschen selbst keine eigenen Kinder haben.

 

Ist ein Leben ohne Kinder weniger erfüllend?

 

Um noch einmal den Café-Besitzer Mike zu zitieren:

 

„Wenn ein Kind der Schlüssel zu unglaublicher Erfüllung, Zufriedenheit und Glück wäre, würde man viel mehr erfüllte, zufriedene und glückliche Erwachsene sehen. Leider haben viele Menschen ein Kind, weil sie etwas bekommen wollen. Sie sind nach einer Weile desillusioniert, weil es vor allem ums Geben geht.“

 

Für all diejenigen, für die „Kinder haben“ einen Teil ihres ZDEs erfüllt, ist es die beste Entscheidung überhaupt. Denn sie erwarten nicht, dass Kinder eine emotionale Leere füllen. Sie sind bereit, zu geben, und zwar viel zu geben, anstatt von den Kindern etwas zu erwarten, was diese nicht liefern können.

 

Für alle anderen, zu deren Lebensaufgabe es nicht gehört, sind Kinder keine Voraussetzung, und schon gar keine Pflicht für ein erfülltes Leben.

 

Wenn ihre persönliche Aufgabe sie sehr fordert, und sie viel Zeit, Energie und Arbeit hineinstecken, bleibt ihnen schlichtweg wenig Zeit, um Liebe und Aufmerksamkeit für ein Kind aufzubringen. Für alle Beteiligten ist es leichter, wenn diese Erkenntnis von vornherein berücksichtigt wird.

 

Kinderlose sind deshalb keine schlechteren Menschen als Eltern. Und umgekehrt.

Sobald unsere Gesellschaft, also wir alle, sich endlich von der Vorstellung löst, dass Kinder der alleinige Schlüssel zu einem zufriedenen und glücklichen Leben sind, wird dies uns alle gemeinsam voranbringen. Denn das Wegfallen dieser gefühlten Pflicht schafft Raum und Potenzial für viele andere, mindestens genauso wichtige Aufgaben.

Und solche gibt es heutzutage sehr, sehr viele. Unter anderem sind dies Aufgaben, die es den nachfolgenden Generationen ermöglichen, auch in Zukunft sicher und gesund auf diesem Planeten zu leben. Dafür braucht es Menschen, die sich diesen Aufgaben widmen.

 

Wenn du deine Aufgabe erfüllst, erfüllt sie dich

 

Falls du nach einem klaren Hinweis suchst, ob das, was du als deinen ZDE, deine Berufung oder deine Lebensaufgabe siehst, wirklich das Passende ist, dann beobachte dich selbst ganz intensiv. Finde heraus, wie du dich fühlst, wenn du diese Aufgabe erfüllst.

 

Fühlst du dich voller Freude, tust du das, was du tust, mit Leichtigkeit, würdest du es am liebsten Tag und Nacht tun? Kurzum: Bist du im konstanten Flow?

 

Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass das, was du tust, genau das ist, wofür du da bist. Zumindest ist es ein Teil deines persönlichen Lebenszweckes.

 

Fühlst du dich hingegen permanent überfordert, überlastet und unter Druck, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Aufgabe nicht der Kern deines Lebens ist.

 

Das heißt nicht, dass du dein Leben komplett ändern musst. Du brauchst auch deine Kinder nicht zur Adoption freigeben oder dich scheiden lassen. Auch überstürzt zu kündigen empfehle ich dir nicht.

 

Es heißt ganz einfach, dass eine andere Aufgabe auf dich wartet. Eine Aufgabe, für die du die optimale Ausstattung mitbekommen hast.

 

Damit du herausfindest, welche Ausstattung das ist, sind Selbstbeobachtung und Selbstreflexion sehr wirksame Mittel. Das ist das einzige, was wirklich funktioniert.

 

Am besten planst du dir dafür regelmäßig Zeit ein, zum Beispiel jeden Morgen, wenn die Kinder aus dem Haus sind oder täglich nach dem Abendessen. Reserviere dir Zeit in deinem Kalender oder lass dich per Alarm daran erinnern. Beginne mit 10 Minuten am Tag und dehne es später aus.

 

Eine Empfehlung: Du kannst zum Beispiel mit der kleinen Brücke 7 Schritte zu mehr Selbsterkenntnis beginnen. Mit ganz einfachen, täglichen Übungen, die du während deiner reservierten Zeit machen kannst, entdeckst du dich selbst Schritt für Schritt und legst den Grundstein für eine tiefe Selbsterkenntnis.

 

Erkenne dich selbst, wie du bist.

Mit der kleinen Brücke: 7 Schritte zu mehr Selbsterkenntnis kannst du 1 Woche lang mit kleinen Übungen die Verbindung zu dir selbst und deinem inneren Kern festigen oder aktivieren.

Du wirst dich behutsam so kennenlernen, wie du wirklich bist.

Am Ende triffst du viel bessere Entscheidungen, weil du auf deine innere Stimme hörst.

Über den Klub der Kommplizen:

Wir schwingen auf der #Schmetterlingsfrequenz.

Wer vollkommen bei sich selbst ankommen will, nimmt sich Schmetterlinge als Vorbild: Sie ent-falten sich und zeigen der Welt ihre Farben beim Fliegen.

Als Anlauf und Startbahn sind Brücken ideal. Denn sie verbinden dich mit der #Schmetterlingsfrequenz. Und dort gibt es keinen hinderlichen Ballast mehr. Alles ist leicht, und du bist vollkommen du selbst.

Komm mit und fliiieege!

Über Gabriele Feile:

Gabriele ist angekommen auf der #Schmetterlingsfrequenz und erfüllt ihre Lebensaufgabe: Brücken bauen.

Sie ist sich sicher: Je mehr Menschen so sind, wie sie gedacht sind und tun, wofür sie gemacht sind, je ausgeglichener ist die Welt.

Gabriele fliegt voraus, blickt aus großer Distanz auf die Welt und kann scheinbare Gegensätze verbinden und Brücken zu unerreichbaren Orten bauen.

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