Blockaden oder Flügel?

 

Glaubenssätze sind Annahmen, die du über die Welt und dich selbst in dir trägst. Deine Gedanken und Glaubenssätze und die daraus resultierende Verhaltensmuster begleiten dich jeden Tag und bestimmen, was für dich wahr ist. Unbewusst oder bewusst – je nachdem, wie weit du zu dir selbst schon vorgedrungen bist. Und wie gut du dir selbst zuhörst! Sie prägen dich und deine Entscheidungen und sind meist eng an deine Werte geknöpft.

 

Glaubenssätze werden bereits in der frühen Kindheit (bis zum sechsten Lebensjahr etwa) gelernt und sind dadurch nicht immer ganz einfach aufzudecken. Durch unsere Erfahrungen in der Schule, im Job, in Beziehungen werden weitere Glaubenssätze von uns erschaffen. Sie können positiv auf dich und dein Leben wirken oder negativ. Sind sie dir also eine Hilfe oder wirst du durch deine Glaubenssätze blockiert?

 

Um diese Frage für dich zu beantworten ist es unabdingbar, deine Glaubenssätze erst einmal aufzudecken.

 

Eine kleine Übung soll helfen

 

Eine wunderbare Übung hierfür kann das langsame Annähern an dich selbst sein. Schnappe dir einen Zettel und einen Stift und notiere, was dein:e beste:r Freund:in von dir denkst. Was kannst du? Was bist du? Notiere deine Gedanken und frage die Person vorher nicht! Schreibe intuitiv auf und grübel nicht lange.

 

Im zweiten Schritt machst du die Übung nochmal, mit einer dir sehr nahestehenden Person – z.B. einem Eltern- oder Geschwisterteil.

 

Im letzten Schritt wiederholst du die Beantwortung der Fragen dann aus deiner Sicht. Was kannst du? Wer bist du? Welches Gefühl beschleicht dich? Sobald du etwas spürst, was nicht gelassen und fröhlich ist, bist du auf dem richtigen Weg. Spüre hier hinein und schreibe mutig alle Gedanken dazu auf – auch die, wofür du dich vielleicht schämst oder die du eigentlich gar nicht denken darfst. Hier sind deine Blockaden zu finden – das sind genau die Hinkelsteine, die du aus dem Weg rollen darfst. 

 

Alles was wir sind,

ist das Resultat dessen,

was wir gedacht haben.

(Buddha)

 

 

Bestandsaufnahme

 

Schau nun auf deinen Text und vergleiche ihn mit deiner Ist-Situation. Welche Resultate in deinem heutigen Leben oder auch in der Vergangenheit könnten auf negative oder positive Glaubenssätze zurückzuführen sein?

 

Möchtest du deine Glaubenssätze behalten oder möchtest du ein paar anpassen?

 

Lars Amend vergleicht die negativen Glaubenssätze mit Partygästen. Fütterst du sie, bleiben sie. Fütterst du sie nicht, gehen sie. Ich ermutige dich also – füttere die Gäste, die du willkommen heißen möchtest.

 

Für alle negativen Glaubenssätze bietet es sich an, einen positiven Gegenpart zu entwickeln. Am besten klappt das mit Affirmationen – eine kurze, prägnante positive Formulierung des negativen Glaubenssatz, den du umprogrammieren möchtest. 

 

 

Finde Affirmationen!

Ich bin dick wird zu Ich bin gut, so wie ich bin. Vermiede hier das einfache Gegenteil, denn der Algorithmus deiner Gedanken würde ein „Ich bin dünn“ sofort als Lüge werten und zurückfinden in das alte Gedankengerüst. Eine positive Affirmation „Ich bin gut, so wie ich bin“ lässt sich nicht so leicht widerlegen und kann akzeptiert werden vom Algorithmus. Du trickst dich selbst aus, um die positive Saat zu ernten. 

Deine Glaubenssätze begleiten dich seit deiner Kindheit. Sie spiegeln deine Wahrheit wieder – ausschließlich deine Wahrheit, die auf deiner Wahrnehmung basiert. Nicht ohne Grund sind es also auch deine Glaubenssätze die dich zu emotionalen Reaktionen bringen, wenn du deine Wahrheit in Gefahr siehst. Sogenannte Trigger lösen ein mit dem Glaubenssatz verkettetes Muster aus, was sich in unserem Verhalten darstellt. Über deine Verhaltensmuster und deine Trigger erfährst du im hier mehr – es lohnt sich also, dran zu bleiben. 🙂

 

Über den Klub der Kommplizen:

Kommplizinnen und Kommplizen sind Menschen, die vorwärts kommen wollen, um endlich anzukommen. Damit sie  vollkommen sein können - vollkommen sie selbst. So wie Schmetterlinge.

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Über Nadja Rondke:

Nadja hat ihre Leidenschaft in der Persönlichkeitsentwicklung gefunden. Mit Hilfe von 1:1 Coaching, Workshops und schriftlicher Begleitung kann sie dir helfen, wieder in deine Verbindung zu kommen.

Mehr zu Nadja auf ihrem Blog oder bei LinkedIn.

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